Nirvana, amerikanische Grungeband, Kernbesetzung 1990: Kurt Cobain (* Hoqiam [Washington] 20. 2. 1967, † Seattle 5. 4. 1994; Gesang, Gitarre), Chris Novoselic, eigentlich Krist Anthony Novoselic (* Compton [Kalifornien] 16. 5. 1965; Bassgitarre), David Grohl (* Warren [Ohio] 14. 1. 1969; Schlagzeug). Nirvanas Album »Nevermind« (1991) gelangte wie die Single »Smells Like Teen Spirit« gleich in den USA, Großbritannien und Deutschland in die Top Ten; 1993 eroberte Nirvana Platz eins mit dem Album »In Utero«, das nach Cobains Selbsttötung veröffentlichte Livealbum erhielt 1996 einen Grammy. Die Band Nirvana gilt als Begründerin des Grunge, einer Spielart des Hardrock mit psychedelischen Einflüssen und Popqualitäten.
Die Ärzte, deutsche Funpunkband, 1982 gegründet von Jan Vetter, genannt Farin Urlaub (* 27. 10. 1964; Gesang, Gitarre), Dirk Felsenheimer, genannt Bela B. (* 14. 12. 1964; Gesang, Schlagzeug) und Hans Runge, genannt Sahnie (* 12. 6. 1964; Bass), 1986 ersetzt durch Hagen Liebing, genannt The Incredible Hagen (* 18. 2. 1961); 1984 gewannen Die Ärzte den Berliner Senatsrockwettbewerb und veröffentlichten ihr erstes Album ›Debil‹, 1985 spielten sie in dem Film ›Richy Guitar‹ eine junge Rockband und brachten ihr zweites Album heraus, 1986 stieg der Bassist Sahnie aus und das verbleibende Duo brachte das dritte Album ›Die Ärzte‹ heraus; 1987 wurden zwei Alben der Gruppe von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften auf den Index gesetzt und dieser verboten, die indizierten Stücke zu singen; 1988 besiegelte die Band ihr Ende mit einer Beerdigungsfeier und hinterließ das Live-Dreifachalbum ›Die Ärzte live – Nach uns die Sintflut‹. Nach weniger erfolgreichen Soloprojekten der beiden Gründungsmitglieder kam es 1993 zur Wiederauferstehung der Gruppe mit dem Bassisten Rodrigo Gonzales, genannt Rod (* 19. 5. 1968), und seit ihrem Top-Ten-Hit ›Schrei nach Liebe‹ waren sie erfolgreicher als je zuvor; 1995/96 erfüllte sich ihr Traum, indem sie im Vorprogramm der Horrorrockband ›Kiss‹ auftraten; 1998 hielten sie sich mit ihrem bisher größten Hit ›Männer sind Schweine‹ sowie mit ihrem Album ›13‹ wochenlang auf Platz eins der deutschen Charts und stiegen zu Helden des Comics ›Im Angesicht des Schattenreichs‹ auf.
Die Toten Hosen, deutsche Punkband, 1982 gegründet von Andreas Frege, genannt Campino (* 22. 6. 1962; Gesang), Andreas Breitkopf, genannt Breiti (* 6. 2. 1964; Gitarre), Andreas von Holst, genannt Kuddel (* 11. 6. 1964; Gitarre), Andreas Meurer, genannt Andi (* 24. 7. 1962; Bassgitarre) und Wolfgang Rohde, genannt Wölli (* 9. 1. 1963; Schlagzeug), 1999 ersetzt durch Stephen George Ritchie, genannt Vom (* 6. 8. 1964). 1983 erschien ihre erste Single »Bommerlunder« und ihr Debütalbum, 1987 das Schlageralbum »Never mind the Hosen«; 1991 hatten sie internationalen Erfolg mit »Learning English – Lesson 1«, 1996 eroberten sie mit ihrem Album »Opium für's Volk« Platz eins der Charts. Ungeachtet der Veröffentlichung vieler Alben sind ihre ausgedehnten Livekonzerte die eigentliche Stärke der Toten Hosen.
Hendrix , Jimi, eigentlich James Marshall Hendrix, amerikanischer Rockmusiker (Gitarre, Gesang) afrikanisch-indianischer Herkunft, * Seattle (Washington) 27. 11. 1942, † London 18. 9. 1970; spielte zunächst in den Tourneegruppen etwa von Sam Cooke und Little Richard. 1966 wurde er von dem britischen Bassisten Chas Chandler entdeckt und nach Großbritannien geholt. In dem Trio The Jimi Hendrix Experience brach Hendrix mit den Konventionen des Gitarrespiels und setzte Maßstäbe für den Umgang mit der elektrischen Gitarre, indem er Gitarre, Verstärker und Effektgeräte zu einem kompletten Instrument verband. Obwohl Hendrix zu Lebzeiten nur einige wenige Schallpatten veröffentlicht hatte (u. a. ›Are you experienced‹, 1967; ›Electric Ladyland‹, 1968), erschienen im Laufe der Zeit über 300 LPs und CDs mit Konzert- und Studioaufnahmen.